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Forum vom 27. Oktober 

Am Forum diskutierten rund 30 Eglisauerinnen und Eglisauer über das Thema "Was bedeutet mir Grossmutter und Grossvater zu sein". Den Vortrag von Melanie Borter finden sie hier.

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Eglisau mit Boots-Rollator

Veröffentlicht am 18.07.2017

Sepp Pircher hat eine aus vielartigen Teilen zusammen geschraubte Einrichtung ausgetüftelte, die im Bootshaus Stampfi des Seeclub Zürich erlaubt, die sperrigen und schweren Ruderboote das steile Ufer hinab zum Bootssteg zu fahren. Und wieder hinauf. 

Wie denn fahren?

Der Beobachter sieht zwei alte Velos, die durch raffiniert verschweisste Metallstreben verbunden sind. darauf ist eine Konstruktion für die Lagerung des Bootes montiert. Das zu transportierende Boot wird in die dafür vorgesehenen Gurten gelegt und ab geht die Post! Das beladene Gefährt wird nun zum steilen Wiesenbord gerollt. Je zwei Mitglieder der Bootsbesatzung steigen auf den den beiden Treppen hinab und führen den beladenen „Boots-Rollator“, wie er bereits scherzhaft genannt wird, bis hinunter zum Steg. Die Rudernden werden unterstützt von einer weiteren Ruderin oder einem Ruderer. Sie, die bzw. steuern (und im Notfall bremsen) mithilfe eines ausgedienten Bergseils Richtung und Geschwindigkeit des Manövers von oben. Unten wird das Boot aus den Gurten gehoben und wie üblich zu Wasser gebracht. Der leere Rollator liegt während der Ausfahrt unten auf der Wiese geparkt. Nach Rückkehr erfolgt die gleiche Prozedur in umgekehrter Reihenfolge. Wozu das, mag der Leser, die Leserin fragen?

Die Erfahrung, die eigene wie auch die diejenige anderer, ebenfalls langsam in die Jahre gekommener Ruderer und Ruderinnen zeigt, dass das Treppensteigen kombiniert mit Boote Tragen immer mühsamer (und ungesunder) wird. Den Coaches ist von „Rudern 60+“, ist aufgefallen, wie mühsam und rückensch.digend die Sportlerinnen und Sportler die Boote zu ihrer eigentlichen Bestimmung tragen. Aber wer gibt denn schon zu, dass ihm dieser Teil unseres Sportes Mühe bereitet? Klar, es gehört wohl zur gängigen Mode, die Jugendzeit möglichst zu verlängern und Hilfen wie einen solchen Rollator möglichst lange nicht zu beanspruchen. Das ist für die Alten... Diese loben aber inzwischen die neue Einrichtung. In früheren Lehrgängen hatten wir wegen des beschwerlichen Tragens auch schon Ausfälle und Rückzüge vom Sport. Seit der Rollator benutzt werden kann, ist das anders geworden. Nun könnte man entgegnen, dass alles seine Zeit habe. Wer nicht mehr das Boot zum Fluss runter tragen kann, soll halt nicht mehr rudern. Solcher Meinung treten wir entschieden entgegen. Die Menschen werden bekanntlich immer älter und bleiben länger körperlich wie geistig gesund. Wieso sollen sie mit Rudern aufhören, weil die Muskelkraft in der Tat zwar abnimmt, ihre Freude an der Bewegung in prächtiger Natur und Lust, ihren Körper zu trainieren aber nicht? Deshalb ist es wohl auch sinnvoll, entsprechende technische Hilfen bereit zu stellen.

Es gibt ernst zu nehmende Studien, die belegen, dass besonders Rudern und Tanzen die irgendwann unvermeidliche Demenz verzögern helfen, noch vor Kreuzworträtsel oder Sudoku lösen. „Die Beine schützen das Hirn“. Wir wünsche viel Spass beim Rudern!

Stephan Fröhlich